Music

 

Der Titel „Die Dolomitenkrone“ lässt auf die Vertonung einer Sage schließen. Programmatische Inhalte kommen in der symphonischen Blasmusik sehr häufig vor, das mag auch an der einfachen Vermittelbarkeit von solchen Werken für das Publikum liegen. Weniger als bei klassischer Programmmusik geht es beim vorliegenden Werk allerdings um die Vermittlung eines Inhalts sondern die sogenannte Metaebene, die diese Sage uns zu sagen versucht.

Die Essenz der Geschichte: Der gütige und besonnene Dolomitenkönig soll vom bösen Troll und seinen Unterstützern gestürzt werden. Mit plumpen Sprüchen, verkürzten Inhalten und populistischen Forderungen wird Stimmung gegen den gütigen Dolomitenkönig gemacht.

Nichts Anderes ist in der weltweiten Politik zu erleben: Populismus ist im Vormarsch, einfache Ansagen kommen bei politikverdrossenen Wählerinnen und Wählern gut an und bringen ernste politische Konzepte in Gefahr, nicht als solche wahrgenommen zu werden. Diejenigen, die sich ehrlich für Grundhaltungen einsetzen sind den mächtigen Sprücheklopfern unterlegen. Denn so einfach und simpel wie gesellschaftspolitische und wirtschaftliche Inhalte von politischen Parteien oftmals dargestellt werden, ist unsere Welt nicht. Es braucht differenzierte und wohlüberlegte Konzepte und insgesamt weniger Lautstärke gemeinsamen Umgang.

Die Musik zur „Dolomitenkrone“ ist all jenen gewidmet, die sich ehrlich für die Rechte und das Wohl der Menschen (auch von Minderheiten) einsetzen und auf populistische Meinungsmache verzichten und damit immer wieder auf Gegenwind stoßen.